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Wolfgang Lackerschmid

Wolfgang Lackerschmid - © Helmut Hien

born on 19/9/1956 in Tegernsee, Bayern, Germany

Links www.lackerschmid.de (German)

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Wolfgang Lackerschmid

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Wolfgang Wilhelm[1] Lackerschmid (* 19. September 1956 in Tegernsee) ist ein deutscher Jazzmusiker, Bandleader und Komponist. Sein Hauptinstrument ist das Vibraphon, er beherrscht aber auch viele andere perkussive Instrumente. Lackerschmid wuchs in Ehingen (Donau) auf und lebt in Augsburg, wo er auch ein Tonstudio betreibt.

Leben und Wirken

Lackerschmid lernte als Kind Klavier und Gitarre und gründete mit sechzehn Jahren ein Swing- und Bebop-Quintett. Er spielte dann in der Frédéric Rabold Crew und ab 1974 bei Dieter Bihlmaier, wo er sich auf das Vibraphonspiel konzentrierte. Im selben Jahr begann er ein Schlaginstrumente- und Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. 1976 gründete Lackerschmid seine Mallet Connection, die Gastsolisten wie Bob Degen, Heinz Sauer oder Uli Beckerhoff begleitete und 1978 in der Besetzung mit Leszek Zadlo, Rocky Knauer und Janusz Stefański und dem Gast Herbert Joos ihr gleichnamiges Debüt-Album einspielte. Bereits zuvor war er mit Karl Berger, David Friedman und Tom van der Geld als Vibe Summit auf Tournee. Zunehmend erlangte er in der europäischen Jazzszene Bekanntheit. Nachdem sich der Vibraphonist 1980/81 verstärkt um seine Plattenfirma Sandra Musik kümmerte, begann ab 1982 die verstärkte Zusammenarbeit mit mehreren Formationen, etwa mit der Latin-Gruppe Sinto, dem Latin Orchestra von Joe Gallardo, zwei Trios und Connection als eigenen Bandprojekten. Lackerschmid schrieb 1984 das Ballett The Fourth World.

Seit etwa 1980 ist er auch außerhalb Europas auf Tournee, vorwiegend in den Vereinigten Staaten von Amerika, verstärkt seit 1992. Auch arbeitet der von Augsburg aus tätige Musiker gemeinsam mit seiner Frau, der Sängerin Stefanie Schlesinger. Zusätzlich zu eigenen Gruppen ist Lackerschmid auch als Gastsolist auf Veröffentlichungen anderer Künstler zu hören, so bei Brian Auger, Ray Pizzi, Götz Tangerding oder Biréli Lagrène. Sein Spiel ist auf über 100 verschiedenen Tonträgern dokumentiert.

Ensembles und Duette

Lackerschmid leitet mehrere Ensembles als Band- oder Co-Leader. Darunter befinden sich namhafte Gruppierungen wie die Band Brazil & Blue mit Hendrik Meurkens, Paquito D’Rivera, Romero Lubambo, John Lee und Paolo Braga. Lackerschmid leitet sein eigenes Ensemble Lebende Kammermusik für neue Werke zwischen Jazz und E-Musik und die Produktion und Band Franz Grothe Jazz Standards (gefördert von der Franz Grothe Stiftung). Ab 1979 war er im Duo mit dem Trompeter Chet Baker unterwegs, dann mit Günter Lenz und mit Attila Zoller (zwischen 1988 und 1998). Besondere Beachtung fanden international seine Duette mit Chet Baker.

Kompositorische Tätigkeit

Lackerschmid komponierte Stücke aus vielen Bereichen des Jazz. Hier sind seine 10 Stücke für Chet Baker ebenso zu nennen wie die Kindermusicals Pinocchio, Der Zauberer von Oz (uraufgeführt 1995 auf der Waldbühne Sigmaringendorf), und Schneewittchen. Überhaupt verfasste Lackerschmid häufig Auftragskompositionen für Theater, Film und Fernsehen.

Neben den oben genannten Werken komponierte Lackerschmid beispielsweise auch für die Augsburger Puppenkiste (Papilio, Paula und die Kistenkobolde, Norbert Nackendick, Das kleine Känguru und der Angsthase u. a.), für das Theater Augsburg (Faust, Pancomedia, Peer Gynt, u. a.) und viele weitere Theaterproduktionen. Auch Filmmusik stammt aus Lackerschmids Feder, neben den Filmen Mit dir und Xaver und Carlotta, für die er komponierte, sind Lackerschmids Werke auch in mehreren Folgen der Fernsehserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten zu hören. Er schrieb zudem mehrere Werke für das SUK Kammerorchester Prag, verschiedene Kompositionen für Percussionensemble, Chorwerke und Ballettmusiken.

Diskographische Hinweise

  • Magic Brewery. 2013, hipjazz (mit Mark Egan, Karl Latham, Ryan Carniaux).
  • Hurry Up and Wait. 2007, Hipjazz (mit Bob Degen, Cameron Brown, Karl Latham)
  • A Jazz Tribute to Franz Grothe. 2004, Hipjazz (mit Stephan Holstein, Walter Lang, Henning Sieverts, Falk Willis).
  • Full Moon Trio, Live at Birdland Neuburg. 2002, Doublemoon (mit Stephan Holstein, Walter Lang).
  • One More Life. 1992, Bhakti Rec.
  • Mallet Connection. 1995, Bhakti Rec.
Duette
  • Chet Baker & Wolfgang Lackerschmid, Legacy, Vol. 3: Why Shouldn't You Cry. 2002, Enja.
  • Chet Baker & Wolfgang Lackerschmid, Welcome Back. 1995, West Wind Jazz.
  • Wolfgang Lackerschmid & Attila Zoller, Live Highlights '92. 1992, Bhakti Rec.
  • Chet Baker & Wolfgang Lackerschmid, Ballads for Two. 1990, Inak.
  • Chet Baker & Wolfgang Lackerschmid, featuring Larry Coryell. 1990, Inak.
  • Wolfgang Lackerschmid & Günter Lenz, Live Conversation. 1984, Inak.

Lexikalische Einträge

Weblinks

Quellen

  1. Wolfgang Wilhelm Lackerschmid bei wasgehtheuteab.de
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