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Musiker

Michel Hausser

Michel Hausser

geboren am 7.2.1927 in Colmar, Alsace, Frankreich

Links www.drum-bass.net (Französisch)

Michel Hausser

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Michel Hausser (* 7. Februar 1927 in Colmar) ist ein französischer Vibraphonist des Modern Jazz.

Leben und Wirken

Hausser, der als Kind eine Klavierausbildung bekam, unterrichtete seit 1947 an der Académie d’Accordéon Oscar Dhiebolt in Straßburg. Zwei Jahre später gründete er seine erste eigene Band, mit der er durch Frankreich und Nordafrika tourte. 1952 ließ er sich in Paris nieder, wo er mit Stéphane Grappelli arbeitete und den Jazzclub Le chat qui pêche leitete.

1954 traf er auf Milt Jackson, mit dem er u. a. im Palais des Festivals in Cannes auftrat. 1958 wählten in die Leser von Jazz Hot zum besten Vibraphonisten Frankreichs. Im selben Jahr nahm er mit der Gruppe von Bobby Jaspar, zu der Paul Rovère und Kenny Clarke gehörten, das Album Phénil Isopropilamine auf.

Mit eigenen Bands veröffentlichte er mehrere Alben, etwa Up in Hamburg (1960) mit seinem Oktett, zu dem Roger Guérin, Luis Fuentes, Bob Garcia, Dominique Chanson, René Urtreger, Michel Gaudry und Daniel Humair gehörten. Auch ist er auf Tonträgern von Gérard Pochonet, Henri Crolla und Raymond Guiot zu hören. 1969 kehrte Hausser in den Elsass zurück, wo er die Académie d’Accordéon Michel Hausser in Colmar und Munster gründete, die er zwanzig Jahre leitete. Zwischen 1988 und 2008 war er künstlerischer Leiter der Jazz Festival de Munster.

Hausser arbeitete zwanzig Jahre lang im Trio mit dem Kontrabassisten Werner Brum und dem Gitarristen Bernard Hertrich, außerdem mit der Michel Hausser Regio Jazz Group, einem Septett aus französischen, deutschen und Schweizer Musikern. In der Schweiz tritt Michel Hausser mit dem Quartett von Martin Hugelshofer auf; eine CD The Girl from Jamaica erschien 2008 auf Elite Special.

Er komponierte über zweihundert Werke. 1999 wurde er zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt.

Literatur

  • Gérard Leser: Michel Hausser. In: Nouveau dictionnaire de biographie alsacienne, Faszikel 15, 1989, S. 1453

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