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Musiker

Ibrahim Ferrer

Ibrahim Ferrer

geboren am 20.2.1927 in San Luis, Oriente, Kuba

gestorben am 6.8.2005 in La Habana, Ciudad de La Habana, Kuba

Links www.afrocubaweb.com (Deutsch)

Ibrahim Ferrer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ibrahim Ferrer Planas (* 20. Februar 1927 in San Luis bei Santiago de Cuba; † 6. August 2005 in Havanna) war ein kubanischer Musiker, der vor allem als Sänger bekannt wurde.

Werdegang

Ferrer wurde am 20. Februar 1927 in dem kleinen Dorf San Luis bei Santiago de Cuba geboren. Er kam als uneheliches Kind zur Welt, seine Mutter war Aurelia Ferrer. Sie starb, als er zwölf war. Da sein Vater zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon tot war, musste er als Waise ohne Geschwister ab diesem Zeitpunkt selbst sein Geld verdienen. Neben Jobs als Schuhputzer und Zeitungsverkäufer arbeitete er auch als Straßenmusiker. Ein Jahr später gründete er mit seinem Cousin die Formation „Jóvenes del Son“.

In den folgenden Jahren spielte er in vielen Gruppen und wurde bald landesweit bekannt. Ab 1953 spielte er in Pacho Alonsos Orchester und zog mit diesem 1959 in die Hauptstadt Havanna. 1991 beendete er seine Karriere zunächst.

Erst 1996, als Ry Cooder ihn und andere kubanische Musiker wie Compay Segundo und Rubén González bat, mit ihm eine Platte aufzunehmen, widmete sich Ferrer wieder der Musik. Er berichtet, dass Juan de Marcos plötzlich vor seiner Tür stand, ihn dreckig wie er vom Schuheputzen war, ins Studio mitnahm, wo Rubén González auf dem Klavier den Song „Candela“ anspielte, den Ferrer auf Kuba populär gemacht hatte. Ferrer begann, dazu zu singen und Cooder bat ihn dann, diesen Song aufnehmen zu können.

Das von Cooder 1997 produzierte Album „Buena Vista Social Club“ wurde 1998 mit dem Grammy ausgezeichnet. Der weltweite Durchbruch als Solokünstler gelang mit "Buena Vista Social Club Presents Ibrahim Ferrer", dem ersten Projekt in der Nachfolge des Buena-Vista-Social-Club-Erfolgs. Während der Aufnahmen entstand auch Wim Wenders' Dokumentarfilm Buena Vista Social Club (1999), der die Popularität des BVSC und Ferrers nochmals erhöhte.

2004 schließlich erhielt er für sein Album „Buenos Hermanos“ den Grammy in der Kategorie „Best Traditional Tropical Latin Album“. Im Jahr 2000 bekam er den Latino Grammy in der Kategorie „Bester Nachwuchskünstler“.

Ferrer verstarb kurz nach der Rückkehr von einer Europa-Tour am 6. August 2005 in einer Klinik in Havanna und wurde am 8. August auf dem Friedhof Cementerio Cristóbal Colón in Havanna beigesetzt. Er soll schon länger an einem Lungenemphysem gelitten haben.[1] Er hinterließ seine Frau Caridad Díaz.

Am 1. Dezember 2010 gaben "Buena Vista Social Club" unter der Leitung von Ry Cooder ein Ehrenkonzert („Concert for Ibrahim Ferrer“) in Valencia (Spanien). Etwa 1500 Zuschauer waren eingeladen und feierten die Buena Vista Social Club ein letztes Mal.

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[2] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1999 Buena Vista Social Club Presents Ibrahim Ferrer 2
(27 Wo.)
16
(16 Wo.)
12
(36 Wo.)
42
(4 Wo.)
137
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Mai 1999
2003 Buenos Hermanos 36
(9 Wo.)
27
(11 Wo.)
18
(11 Wo.)
100
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2003
2006 Rhythms del Mundo – Cuba 9
(35 Wo.)
55
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 2006
(mit Omara Portuondo)
2007 Mi Sueño 53
(2 Wo.)
59
(3 Wo.)
93
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. März 2007

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1960: Mis tiempos con Chepín y su Orquesta Oriental
  • 1982: Salsón
  • 1999: Mi Oriente
  • 2000: Tierra Caliente: Roots of Buena Vista
  • 2002: Mis tiempos con Chepín y su Orquesta
  • 2002: La Colección Cubana
  • 2004: Que Bueno Está
  • 2005: Ay, Candela

Einzelnachweise

  1. Spiegelonline: Kubas Sänger-Legende Ibrahim Ferrer ist tot
  2. Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks

 Commons: Ibrahim Ferrer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 26.10.2017 14:08:06

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