Charles Gayle

Charles Gayle

geboren am 28.2.1939

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Charles Gayle

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Charles Gayle (* 28. Februar 1939 in Buffalo (New York)) ist ein amerikanischer Tenorsaxophonist des Free Jazz (auch Pianist und Bassklarinettist)

Gayle hatte als Kind Klavierunterricht und brachte sich als Autodidakt das Saxophonspielen bei. Ende der 1950er begann er in seinem Heimatort mit den lokalen und mit durchreisenden Musikern zu spielen. Bei gelegentlichen Ausflügen nach New York City jammte er mit Archie Shepp und mit Pharoah Sanders. Der Saxophonist war seit seiner Übersiedlung nach New York City (1972) obdachlos und schlug sich bis Mitte der 1980er als Straßenmusiker mit kompromisslos ekstatisch-freien Spiel durch. Peter Kowald hörte ihn 1984 an einer Ecke, vermittelte ihm erste Engagement und einen Auftritt beim Sound Unity Festival, wo Gayle auch im Film "Rising Tones Cross" von Ebba Jahn auftrat. Anschließend veranstaltete er eine Tour mit ihm durch europäische Jazzclubs. Nun kam es auch zur Zusammenarbeit mit Sven-Åke Johansson und dem Bassisten Torsten Müller. Nach seiner Rückkehr in die USA konnte er seine ersten Platten mit Sirone und John Tchicai einspielen. 1991 wurde er zum Total Music Meeting eingeladen. Erst die anschließende Promotion durch die Knitting Factory und deren Platte Repent (1992) führten zum Durchbruch. Es folgten Alben wie Touchin on Trane mit Rashied Ali und William Parker, sowie Kingdom Come (1994) mit Sunny Murray und Parker, sowie weitere als Solopianist. Gayle spielte auch Aufnahmen mit Milford Graves, Andrew Cyrille, Reggie Workman, Billy Bang und Cecil Taylor ein und würdigte auf dem Frankfurter Gedächtniskonzert für Peter Kowald seinen ersten Förderer. Dem Reclam Jazzlexikon zufolge soll er aber seit 1999 vorrangig als Comedian auftreten und sein Spiel stärker an Blues und Gospel orientieren.

2006 erschien eine Sammlung seiner Gedichte unter dem Titel The Final Nite & Other Poems: Complete Notes from a Charles Gayle Notebook 1987-2006.

Lexigraphische Einträge

  • Martin Kunzler, Jazz-Enzyklopädie Bd. 1. Reinbek 2002; ISBN 3-499-16512-0
  • Wolf Kampmann (Hg.), Reclams Jazzlexikon. Stuttgart 2003; ISBN 3-15-010528-5

Weblinks

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