Friedrich von Schiller

Friedrich von Schiller

geboren am 10.11.1759 in Marbach am Neckar, Baden-Württemberg, Deutschland

gestorben am 9.5.1805 in Weimar, Thüringen, Deutschland

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Friedrich Schiller

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Johann Christoph Friedrich von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar, Württemberg; 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar), 1802 geadelt, war ein deutscher Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Seine Balladen zählen zu den bekanntesten deutschen Gedichten.

Schiller gehört mit Wieland, Goethe und Herder zum Viergestirn der Weimarer Klassik.

Er war durch Geburt Württemberger, wurde später Staatsbürger von Sachsen-Weimar und bekam 1792 zusätzlich die französische Staatsbürgerschaft in Würdigung seines in Paris aufgeführten Dramas Die Räuber, welches als Freiheitskampf gegen die Tyrannei verstanden worden war, verliehen.[1]

Leben

Herkunft, Ausbildung und erste Erfolge

Elternhaus und Schule

Friedrich Schiller wurde als zweites Kind des Offiziers und Wundarztes Johann Caspar Schiller und dessen Ehefrau Elisabeth Dorothea Schiller, geb. Kodweiß, 1759 in Marbach am Neckar geboren. Friedrich war der einzige Sohn neben fünf Schwestern. Da der Vater eine Anstellung als Werbeoffizier bekam, siedelte die Familie 1763 nach Lorch über. Kurz nachdem 1766 Friedrichs Schwester Luise geboren worden war, zog die Familie nach Ludwigsburg. Im selben Jahr trat Friedrich in die dortige Lateinschule ein. Bereits mit dreizehn Jahren verfasste er die Theaterstücke Absalon und Die Christen; beide sind heute nicht mehr erhalten.

Auf herzoglichen Befehl und gegen den Willen der Eltern musste Schiller 1773 in die Militärakademie Karlsschule (damals im Schloss Solitude bei Stuttgart) eintreten. Schiller begann zunächst ein Rechtsstudium. Die Zöglinge wurden militärisch gedrillt, was dazu beigetragen haben mag, dass er noch mit fünfzehn Jahren Bettnässer war; zweimal wurde er deswegen hart bestraft. Schiller schnupfte heimlich Tabak und las zusammen mit seinen Kameraden verbotene Schriften.

Medizinstudium

Die Akademie wurde 1775 von Schloss Solitude in die Innenstadt von Stuttgart verlegt. Schiller wechselte das Studienfach und wandte sich der Medizin zu. Während dieser Zeit fesselten ihn die Werke der Dichter des Sturm und Drang und die Gedichte Klopstocks. Im selben Jahr verfasste er das (heute nicht mehr erhaltene) Theaterstück Der Student von Nassau. 1776 erschien sein erstes gedrucktes Gedicht Der Abend. Schiller studierte die Werke Plutarchs, Shakespeares, Voltaires, Rousseaus und Goethes. Ebenfalls 1776 begann er die Arbeit an dem Freiheitsdrama Die Räuber. 1779 bestand er die ersten medizinischen Examina und bat um die Entlassung als Militärarzt, die ihm jedoch erst nach dem Abschluss der Dissertation Versuch über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen 1780 gewährt wurde. Er reflektierte darin den anthropologisch begründbaren Zusammenhang zwischen der entstehenden Erfahrungsseelenkunde und einer somatisch orientierten Arzneiwissenschaft, weswegen er den zeitgenössischen philosophischen Ärzten zugerechnet wurde, was bereits auf seine spätere Entwicklung hinwies.[2]

Die Räuber

Hauptartikel: Die Räuber

Auf der Festung Hohenasperg traf Schiller den dort eingekerkerten Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart, der ihn auf den Stoff der Räuber aufmerksam machte. 1781 vollendete Schiller sein Theaterstück, das noch im selben Jahr anonym gedruckt wurde. Am 13. Januar 1782 wurden Die Räuber vom Mannheimer Theater unter der Intendanz Wolfgang Heribert von Dalbergs erfolgreich uraufgeführt. Jubelstürme entfachte das Stück insbesondere beim jugendlichen Publikum freiheitsbegeisterte Jugendliche gründeten in den folgenden Monaten in Süddeutschland viele Räuberbanden. Auch Schiller war mit seinem Freund Andreas Streicher bei der Uraufführung anwesend und hatte zu diesem Zweck die Karlsschule, ohne um offizielle Erlaubnis zu bitten, heimlich verlassen. Als er vier Monate später ein zweites Mal ohne Urlaubsgenehmigung nach Mannheim reiste, steckte Herzog Carl Eugen den unbotmäßigen Dichter zur Strafe für vierzehn Tage in Arrest und untersagte ihm jeden weiteren Kontakt mit dem (kurpfälzischen) Ausland.

Flucht aus Stuttgart

Anfang 1782 erschien die Anthologie auf das Jahr 1782 mit 83, meist von Schiller verfassten Gedichten. Als im August desselben Jahres dem Herzog eine Beschwerde vorgetragen wurde, dass Schiller mit seinen Räubern die Schweiz verunglimpft habe (da er einen der Räuber Graubünden als Mekka der Gauner beschimpfen lässt[3]), spitzte sich der Konflikt zwischen Landesherrn und Autor zu. Schiller wurde Festungshaft angedroht und jede weitere nicht-medizinische Schriftstellerei verboten. Damit war für Schiller, der bislang aus Rücksicht auf seinen vom Herzog abhängigen Vater mit seiner Flucht gezögert hatte, ein weiteres Verbleiben in Stuttgart endgültig unmöglich geworden. In der Nacht vom 22. auf den 23. September 1782, während der Herzog zu Ehren einer russischen Großfürstin ein großes Fest mit Feuerwerk gab, nutzte Schiller die Gunst des Augenblicks und floh mit seinem Freund Andreas Streicher aus der Stadt. Er reiste zunächst abermals nach Mannheim, wo er Dalberg sein neues Drama Die Verschwörung des Fiesco zu Genua vorlegte. Es folgten Reisen nach Frankfurt am Main, Oggersheim und Bauerbach in Thüringen. Später schilderte Streicher jene Zeit in seinem Buch Schillers Flucht von Stuttgart und Aufenthalt in Mannheim von 1782 bis 1785.

Unsichere Jahre 1783-1789

Als Gerüchte laut wurden, dass sich Herzog Carl Eugen um Schillers Auslieferung bemühe, bekam der Dichter auf Vermittlung seines Studienfreundes Wilhelm von Wolzogen (der 1794 Caroline von Lengefeld heiratete) im Dezember 1782 bei dessen Mutter Henriette von Wolzogen ein unauffälliges Asyl im thüringischen Bauerbach. Hier vollendete er die Arbeit an Luise Millerin und begann die ersten Entwürfe zu Don Karlos. In der nahe gelegenen Residenzstadt Meiningen lernte er bei seinen Besuchen in der Hofbibliothek des Herzoghauses den Bibliothekar Reinwald kennen, der ihn mit Arbeitsmaterial versorgte und später Schillers Schwester Christophine heiratete.

Auf Einladung des Theaterintendanten Dalberg kehrte Schiller im Juli 1783 nach Mannheim zurück und trat dort im September die Stelle eines Theaterdichters an. Im gleichen Monat erkrankte er am Nervenfieber (Malaria), das im damals noch sumpfigen Rheintal heimisch war. In Mannheim lernte er Charlotte von Kalb kennen. Im Januar 1784 wurde der Fiesco, im April 1784 das Drama Luise Millerin uraufgeführt, das inzwischen, auf Empfehlung des Schauspielers August Wilhelm Iffland, den publikumswirksameren Titel Kabale und Liebe bekommen hatte. Vor der Kurpfälzischen deutschen Gesellschaft in Mannheim hielt Schiller im Juni 1784 eine Vorlesung über die Frage Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken?.[4] Im Dezember 1784 verlieh ihm Herzog Carl August von Sachsen-Weimar, der zuvor am Darmstädter Hof Schillers Lesung des ersten Aufzugs von Don Karlos miterlebt hatte, den Titel eines Weimarischen Rats. Nach einem Jahr als Theaterdichter in Mannheim wurde Schillers Vertrag von Dalberg nicht verlängert, was dazu führte, dass sich Schillers ohnehin schon prekäre finanzielle Lage noch verschärfte und der hochgelobte Autor fast im Schuldturm gelandet wäre.

Im April 1785 reiste Schiller nach Leipzig zu Christian Gottfried Körner, der ihm aus der wirtschaftlichen Notlage half. Die Bekanntschaft mit Körner, der von 1812 bis 1816 eine Gesamtausgabe von Schillers Werken herausgab, hatte im Juni 1784 mit einem anonymen, aber mit vier Porträts versehenen Brief begonnen: Körner und sein Freund Ludwig Ferdinand Huber waren mit den Töchtern Minna und Dora Stock[5] des Leipziger Kupferstechers Johann Michael Stock (1737-1773) liiert und für diese unstandesgemäße Verbindung von ihren großbürgerlich-autoritären Vätern kritisiert worden. Deshalb konnten sich die beiden Brautpaare insbesondere mit der Darstellung der nicht standesgemäßen Beziehung in Schillers Drama Kabale und Liebe identifizieren und hatten in dem genannten anonymen Brief an Schiller ihre uneingeschränkte Verehrung für dessen mutige Dramen zum Ausdruck gebracht: Zu einer Zeit, da die Kunst sich immer mehr zur feilen Sklavin reicher und mächtiger Wollüstlinge herabwürdigt, tut es wohl, wenn ein großer Mann auftritt und zeigt, was der Mensch auch jetzt noch vermag. Schiller antwortete erst ein halbes Jahr später auf diesen Brief: Ihre Briefe [] trafen mich in einer der traurigsten Stimmungen meines Herzens.

Im Sommer und Herbst 1785 entstand auf Körners Bitte im nahe gelegenen Dorf, dem heutigen Stadtteil Gohlis, und nach dem 13. September in Körners Weinberghaus in Dresden-Loschwitz das Gedicht An die Freude für die Tafel der Freimaurerloge Zu den drei Schwertern in Dresden.[6] Während seines Aufenthaltes in Loschwitz lernte Schiller im gegenüber der Elbe gelegenen Dorf Blasewitz in einem Schankgut[7] die Tochter des Gastwirts, Johanne Justine Segedin, kennen, die er später 1797 in Wallensteins Lager als Gustel von Blasewitz verewigte.[8] 1786 erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitschrift Thalia die Erzählung Verbrecher aus Infamie. Eine wahre Geschichte, die später unter dem Titel Der Verbrecher aus verlorener Ehre veröffentlicht wurde. In der Zeit vom 17. April bis 21. Mai 1787 weilte Schiller in Tharandt bei Dresden und vollendete dort im Gasthof zum Hirsch[9] seinen Don Karlos.

Am 21. Juli 1787 reiste Schiller nach Weimar und machte dort die Bekanntschaft von Herder, Wieland und dem ersten Kantianer Carl Leonhard Reinhold, der Schiller davon überzeugte, sein Kant-Studium mit dessen Schriften aus der Berlinischen Monatsschrift zu beginnen. Während einer Reise durch Rudolstadt lernte er Charlotte von Lengefeld und deren Schwester Caroline kennen, die unter ihrem Ehenamen Caroline von Wolzogen bekannt wurde, nachdem sie zunächst unter Pseudonym in Schillers Zeitschrift Die Horen den Roman Agnes von Lilien veröffentlicht hatte, der zeitweise Schiller bzw. Goethe[10] zugeschrieben wurde. Im selben Jahr wurde auch das Drama Don Karlos gedruckt und sogleich aufgeführt. Nachdem Goethe 1788 von seiner Italienreise zurückgekehrt war, trafen sich beide Dichter am 7. September zum ersten Mal im Garten der Familie Lengefeld in Rudolstadt, ohne allerdings großes Interesse füreinander zu zeigen.

Wirtschaftliche Konsolidierung 1789-1799

Im Jahr 1789 nahm Schiller eine Professur in Jena an  entgegen seinen Hoffnungen ohne Gehalt  und lehrte dort als Historiker, obgleich er Professor der Philosophie war. Qualifiziert hatte er sich insbesondere mit seiner Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande. Die Nachricht, dass der beliebte Autor der Räuber seine Lehrtätigkeit in Jena aufnehmen sollte, löste wahre Begeisterungsstürme aus. Die ganze Stadt war in Aufruhr. Der Andrang interessierter Studenten zu seiner Antrittsvorlesung Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? sprengte die Kapazität des Hörsaals, so dass die zahllosen Hörer kurzfristig in den größten Saal der Universität wechseln mussten.

Im selben Jahr erschien die erste Buchausgabe des Romans Der Geisterseher, und Schiller freundete sich mit Wilhelm von Humboldt an. Am 22. Februar 1790 heiratete er Charlotte von Lengefeld und wurde in der seither nach ihm benannten Schillerkirche in Jena getraut. Pfarrer war sein Kollege, der Philosophieprofessor Carl Christian Erhard Schmid. Während eines Besuches bei seiner Schwester Christophine und Schwager Reinwald in Meiningen verlieh Herzog Georg I. Friedrich Schiller den Titel Hofrat. Vieles deutete nun auf berufliche Verbesserungen und familiäres Glück hin.

Doch bereits gegen Jahresende erkrankte Schiller lebensgefährlich. Am 3. Januar 1791 erlitt er in Erfurt einen Zusammenbruch, krampfartigen Husten und zeitweilige Ohnmachten.[11] Ende Januar und im Mai folgten weitere Anfälle. Schiller war vermutlich an Tuberkulose erkrankt, von der er zeitlebens nicht mehr genas. Das Gerücht von seinem Tod verbreitete sich im Lande und erreichte im Juni auch Kopenhagen, wo der Dichter Jens Immanuel Baggesen eine Gemeinde von Schiller-Bewunderern um sich versammelt hatte. Als man hörte, dass Schiller noch lebte, gewährten im Dezember desselben Jahres Ernst Heinrich Graf von Schimmelmann und Friedrich Christian von Augustenburg, Mitglieder des dänischen Freundeskreises, Schiller eine jährliche Pension von 1000 Talern, die auf drei Jahre befristet war eine hochwillkommene Erleichterung der Lebenshaltung, die Schiller vorübergehend von den lästigen Pflichten des Broterwerbs befreite, so dass er sich ganz auf seine philosophischen und ästhetischen Studien konzentrieren konnte.[12]

Im Jahre 1792 wurde Schiller für Die Räuber neben Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Heinrich Campe, Johann Heinrich Pestalozzi, George Washington und Tadeusz Kociuszko zum Ehrenbürger der Französischen Republik. Anlass war mehr Schillers Ruf als Rebell denn sein tatsächliches Wirken. Er stand zwar der Französischen Revolution anfangs durchaus wohlwollend gegenüber, sah jedoch den Umschlag in die freiheits- und menschenverachtende Schreckensherrschaft der Jakobiner voraus und verabscheute die späteren Massenhinrichtungen im revolutionären Frankreich zutiefst.

Im selben Jahr vollendete er die Geschichte des dreißigjährigen Krieges, und die Werke Neue Thalia und Über die tragische Kunst erschienen. 1793 folgte die Schrift Über Anmut und Würde. Am 14. September wurde sein Sohn Karl geboren. 1794 lernte Schiller den Verleger Johann Friedrich Cotta kennen, der sich bereit erklärte, die Monatszeitschrift Die Horen und später den 1796 im ersten Band bei Salomo Michaelis in Neustrelitz erschienenen Musenalmanach weiter herauszugeben.

Freundschaftliche Verbindung mit Goethe

Ehe Goethe und Schiller zu dem legendären Freundespaar der Weimarer Klassik wurden, das sich fast täglich besuchte und nicht nur literarisch, sondern auch philosophisch und naturwissenschaftlich miteinander austauschte, sich half und gegenseitig motivierte, waren sie Konkurrenten. Goethe fühlte sich vom wachsenden Ruhm des Jüngeren bedrängt. Für ihn war Schiller zunächst nichts anderes als eine lästige Erinnerung an seine Werther-Zeit und den eigenen, inzwischen überwundenen Sturm und Drang. Und Schiller sah im bereits etablierten Goethe, der auf ihn bei der ersten, eigens von Charlotte von Lengefeld eingefädelten Begegnung (am 7. September 1788) unnahbar und arrogant wirkte, eine stolze Prüde, der man ein Kind machen muß, um sie vor der Welt zu demütigen. Was die beiden Rivalen später verband, war die gemeinsame Arbeit am eigenen Werk, denn sich wechselseitig im intensiven Austausch von Gedanken und Empfindungen zu befördern und selbst zu steigern war der erklärte Zweck dieser Freundschaft, deren Geschichte nicht weniger war als eine zehn Jahre währende praktische Probe aufs Exempel der Bildungsidee im Zeitalter der Klassik.[13] Als Schiller starb, ging für Goethe eine Epoche zu Ende. Das Verhältnis war inzwischen so innig geworden, dass Goethe beim Tode Schillers wie er in einem Brief an Carl Friedrich Zelter schrieb die Hälfte seines Lebens, ja sich selbst zu verlieren glaubte.

Nachdem Schiller im Frühjahr 1794 nach Jena umgezogen war und im Sommer von Goethe die Zusage zur Mitarbeit an der Monatszeitschrift Die Horen erwirkt hatte, entwickelte sich der erste freundschaftliche Briefwechsel zwischen den beiden. Im September 1794 wurde Schiller von Goethe nach Weimar eingeladen und verbrachte zwei Wochen in dessen Haus. Er hielt dabei seinen gewohnten Tagesablauf bei, das hieß, er schlief bis mittags und arbeitete nachts. Im Wissen um Schillers konservative Moral vertuschten Goethe und seine langjährige Lebensgefährtin Christiane Vulpius ihre wilde Ehe. Das Versteckspiel muss in den zwei Wochen einen ungewöhnlichen logistischen Aufwand im Hause Goethes verursacht haben. Christiane und ihr fünfjähriger Sohn August blieben im eigenen Haus unsichtbar. Schiller bezeichnete die Beziehung zur Mademoiselle Vulpius als Goethes einzige Blöße und kritisierte ihn in einem Brief für seine falschen Begriffe über das häusliche Glück. Goethe sprach von seinem Ehestand ohne Zeremonie. Schillers Leidenschaft für das Kartenspiel und den Tabak störte Goethe, der Freunden gegenüber mitunter boshaft sein konnte; die oft kolportierte Anekdote, Schiller habe nur beim Geruch fauler Äpfel dichten können, stammt ebenfalls von ihm.

1795 erschienen Die Horen zum ersten Mal. Außerdem vollendete Schiller die Abhandlung Über naive und sentimentalische Dichtung. An der Zeitschrift wirkten die berühmtesten Schriftsteller und Philosophen der Zeit mit. Dazu gehörten unter anderem Herder, Fichte, August Wilhelm Schlegel, Wilhelm und Alexander von Humboldt, Johann Heinrich Voß und Friedrich Hölderlin.

1796 starb sowohl Schillers Vater als auch seine Schwester Nanette. Sein zweiter Sohn Ernst wurde geboren. Von 1796 bis 1800 gab Schiller die Literaturzeitschrift Musenalmanach heraus, an der unter anderen Goethe, Herder, Tieck, Hölderlin und August Wilhelm Schlegel mitarbeiteten. 1797 erschienen im Musenalmanach für das Jahr 1797 die Xenien, in denen Schiller und Goethe gemeinsam literarische Missstände verspotteten.

Das Jahr 1797 wird als das Balladenjahr bezeichnet, da in jenem Jahr viele Balladen Goethes und Schillers entstanden. Besonders Schillers war äußerst produktiv: Der Taucher, Der Handschuh, Der Ring des Polykrates, Ritter Toggenburg, Der Gang nach dem Eisenhammer, Die Kraniche des Ibykus; 1798 folgten die Balladen Die Bürgschaft und Der Kampf mit dem Drachen. Schiller wurde außerdem im selben Jahr endlich die Urkunde zugestellt, die ihn zum Ehrenbürger der Französischen Republik machte.

Weimarer Jahre ab 1799

Am 11. Oktober 1799 wurde seine Tochter Caroline Henriette Luise geboren, und am 3. Dezember zog Schiller mit seiner Familie nach Weimar, wo ihm am 16. November 1802 das Adelsdiplom überreicht wurde. Von nun an durfte er sich Friedrich von Schiller nennen. Im selben Jahr starb seine Mutter.

In diesem Jahr vollendete Schiller den Wallenstein. Das Lied von der Glocke entstand. 1800 beendete er die Arbeit an dem Drama Maria Stuart, 1801 Die Jungfrau von Orléans. Sein Gedicht Der Antritt des neuen Jahrhunderts erschien.

1803 beendete Schiller seine Arbeiten an Die Braut von Messina. Am 18. Februar 1804 vollendete er den Wilhelm Tell und begann sogleich mit seinen Arbeiten zum Demetrius, den er allerdings nicht mehr abschließen sollte. Am 25. Juli 1804 wurde seine Tochter Emilie Friederike Henriette geboren. Er erkrankte in dieser Zeit immer häufiger.

Tod 1805

Eine Zeitung verbreitete wenige Monate vor Schillers Tod die Falschmeldung, er sei tot. Doch im Februar 1805 erkrankte er tatsächlich sehr schwer und traf am 1. Mai zum letzten Mal mit Goethe auf dem Weg ins Theater zusammen. Noch kurz vor seinem Tod vollendete Schiller die Übersetzung von Jean Racines klassischer Tragödie Phèdre (1677).

Am 9. Mai starb Friedrich Schiller an einer vermutlich durch eine Tuberkuloseerkrankung hervorgerufenen akuten Lungenentzündung in Weimar. Wie die Obduktion ergab, war Schillers linker Lungenflügel völlig zerstört. Auch die Nieren waren fast aufgelöst. Der Herzmuskel hatte sich zurückgebildet und Milz und Galle waren stark vergrößert. Ferdinand Jagemann zeichnete Schiller auf dem Totenbett. Johann Christian Ludwig Klauer fertigte seine Totenmaske.

Schillers Leichnam wurde zunächst im Kassengewölbe auf dem Jacobsfriedhof Weimar beigesetzt. 1826 sollten seine Gebeine geborgen werden. Man konnte sie allerdings nicht mehr identifizieren. Daraufhin brachte man diejenigen Gebeine, die am ehesten in Frage kamen, in die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Im Herbst 1826 entlieh sich Goethe von dort heimlich den Schädel. Nur seinen Freund Wilhelm von Humboldt weihte er ein, der es jedoch weitererzählte. Im Anblick des Schädels schrieb Goethe das Gedicht Bei Betrachtung von Schillers Schädel. Die sterblichen Überreste wurden am 16. Dezember 1827 in die Fürstengruft auf dem neuen Weimarer Friedhof überführt, wo später auch Goethe auf eigenen Wunsch an Schillers Seite bestattet wurde.

Schillers Gebeine

1911 wurde ein weiterer Schädel gefunden, der ebenfalls Schiller zugeschrieben wurde. Jahrelang stritt man, welcher der richtige sei. Um dies zu klären, wurde im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und der Klassik Stiftung Weimar das Forschungsprojekt Der Friedrich-Schiller-Code gestartet, in dessen Rahmen geklärt werden sollte, ob einer der beiden als Schillerschädel ausgezeichneten Totenköpfe in der Weimarer Fürstengruft wirklich zu Schiller gehört. Im Frühjahr 2008 kam man zu dem Ergebnis, dass keiner der beiden Schädel Schiller zugeordnet werden könne. Dies brachten aufwendige DNA-Analysen der Gebeine von Schillers Schwestern und der Vergleich dieser DNA mit der aus den Zähnen der beiden Fürstengruft-Schädel zutage. Zeitgleich fand eine Gesichtsrekonstruktion an dem bisher als authentisch geltenden Schädel statt. Da die von zwei unabhängigen Laboren durchgeführten DNA-Analysen jedoch als eindeutig gelten, wird dem noch ausstehenden Ergebnis der Gesichtsrekonstruktion wenig Beachtung geschenkt. Das bisher in Schillers Sarg befindliche Skelett wurde ebenfalls untersucht. Dessen Teile können mindestens drei verschiedenen Personen zugeordnet werden; die DNA der Schillerschädel stimmt nicht mit der DNA der Skelettteile überein. So hat sich die Klassik Stiftung Weimar entschlossen, Schillers Sarg leer in der Fürstengruft zu belassen. Nach dem wahrem Schädel soll von Seiten der Stiftung nicht gesucht werden.[14] Auch Wissenschaftler der Universität Freiburg haben die Suche nach dem echten Schädel nach umfangreichen Untersuchungen der Schädel-Sammlung der Eberhard Karls Universität Tübingen ergebnislos beendet.

Verwandtschaft

Friedrich von Schiller ist über den Schultheiß Johannes Vaut und Elisabeth von Plieningen mit anderen schwäbischen Dichtern und Wissenschaftlern verwandt:

  • Friedrich Hölderlin (1770-1843)
  • Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775-1854)
  • Ludwig Uhland (1787-1862)
  • Wilhelm Hauff (1802-1827)
  • Eduard Mörike (1804-1875)
  • Friedrich Theodor Vischer (1807-1887)
  • Karl Gerok (1815-1890)
  • Gustav von Schmoller (1838-1917)[15]

Schiller als Historiker

Schillers Beschäftigung mit Geschichte ist von der Aneignung und Weiterentwicklung des ganzen Spektrums der universalhistorischen Ideen der Aufklärung gekennzeichnet, die er vor allem in seinen ästhetischen Schriften Über die ästhetische Erziehung des Menschen sowie Über naive und sentimentalische Dichtung konsequent weiterentwickelte. Die Ästhetisierung der Geschichte als Wissenschaft, die anthropologische Wende und die Hervorhebung des Menschen als Objekt der Geschichte, die Begründung der erzieherischen Funktion der Geschichte sowie die Proklamation der Methode der historischen Analogie dienten als Schlüsselelemente nicht nur für die weitere Entwicklung des historischen Denkens von Schiller in seinen historischen Werken Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande von der Spanischen Regierung und Geschichte des dreißigjährigen Krieges, sondern auch für die Entstehung seines klassischen Geschichtsdramas.

Literaturgeschichtliche Bedeutung

Schiller ist ein Zeitgenosse des Übergangs vom absolutistischen zum bürgerlichen Zeitalter und der Französischen Revolution. Da sich das Bürgertum unter dem in Deutschland kleinstaatlichen Absolutismus nicht politisch artikulieren konnte und durfte, wurde die Literatur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einem zentralen Medium der Steigerung des bürgerlichen Selbstbewusstseins. Das Pathos und die Empfindsamkeit in Schillers Werken bis um 1785 sind Ausdruck der Entfaltung des Menschlichen, eines Prinzips, das der aristokratischen Herrschsucht entgegengestellt wird. Das Bürgerliche Trauerspiel als überwiegendes Formelement (beziehungsweise dessen Gegensatz Menschlichkeit Herrschsucht in den frühen Dramen bis Kabale und Liebe) spiegelt dies wider.

Nach der Periode zwischen 1785 und 1795 mit Werken wie Don Karlos und grundlegenden literaturtheoretischen Abhandlungen wie Über die ästhetische Erziehung des Menschen und Über naive und sentimentalische Dichtung entstehen zwischen 1795 und 1805 vor allem Dramen, die der Weimarer Klassik zuzuordnen sind. In ihnen setzte Schiller das Programm der ästhetischen Erziehung des Menschen um Verstand und Gefühl zu verbinden. Er beabsichtigte, mit der Wirkung auf das Publikum durch den Wechsel von Idyllik und Dramatik den ästhetischen Menschen zu formen als Voraussetzung für den gewaltfreien Übergang zu einem vernünftigen Staat und als Gegenprogramm zur Französischen Revolution wie auch zur zeitgenössischen Politik, in denen er nur rohe Kräfte am Werk sah.

Schiller ist somit nicht nur Verfasser sprach- und bildkräftiger Dramen wie Die Räuber, Don Karlos, Die Jungfrau von Orleans oder Wilhelm Tell. Er brachte seiner deutschsprachigen Leserschaft auch die sich in seinem (dem 18.) Jahrhundert entwickelnden Vernunft-, Humanitäts- und Freiheitsideale näher. In Schillers eigenen Worten gesagt ist der Bau einer wahren politischen Freiheit das vollkommenste aller Kunstwerke (Über die ästhetische Erziehung des Menschen, Zweiter Brief).

Kant und Schiller

Um 1791 wurde in Schillers Werk der Einfluss der Kantischen Philosophie vor allem der Ästhetik aus der Kritik der Urteilskraft immer deutlicher.

Metaphysik und Ethik

Kant hatte die dogmatische Form der Metaphysik, in die verliebt zu sein er das Schicksal hatte, mit seiner Kritik der reinen Vernunft überwunden. Metaphysik, sofern sie wissenschaftlich auftreten wolle, könne nur noch als kritische Begrenzung dessen verstanden werden, wonach die grübelnde Vernunft von jeher gesucht habe, den unvermeidlichen Fragen nach Gott, Freiheit und Unsterblichkeit. Letztlich könne die Vernunft nicht, wie von der dogmatischen Metaphysik lange behauptet, über die Erfahrung hinaus sichere Angaben über diese Ideen machen, sondern allenfalls die Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung und dies heißt auch der Grenzen des Erkennens aufzeigen. Nicht die Dinge an sich werden erfasst, sondern ihre Erscheinungen. Was der Mensch aber von sich aus a priori hineinträgt, waren nach Kant Anschauungsformen und Kategorien des Verstandes. Davon unterschied Kant die Vernunft, genauer die Ideen der Vernunft, die eine lediglich regulative Funktion haben und mithin in der empirischen Wirklichkeit nicht dargestellt werden. Nur in Form einer Analogie war eine indirekte Darstellung möglich. Aus dieser Perspektive erklärt sich Kants Bestimmung des Schönen als Symbol des Sittlichguten.[16]

Nach Kant konnte eine Handlung, die auf Neigung beruht, nicht moralisch sein, da in diesem Fall die Bestimmungsgründe des Willens heteronom waren, mithin von äußerlichen Faktoren abhingen und nicht Ausdruck der Freiheit sein konnten. Bei einer freien Handlung bejaht das Subjekt das Moralgesetz des kategorischen Imperativs aus Einsicht unter Vermittlung des vernunftgewirkten Gefühls der Achtung vor dem Gesetz.

Die Kantische Ethik wendet sich gegen den Eudämonismus, der die Tugend als Quelle von Glücksgefühlen betrachtet. Man handelt nicht moralisch, um sich gut zu fühlen, sondern im Bewusstsein der Freiheit (der autonomen Spontaneität) vor dem Sittengesetz spürt man als Folge, nicht als Ziel ein Gefühl der Befriedigung und Freude. Dieses Wohlgefallen der Tugend nannte Kant Selbstzufriedenheit. Wenn der Mensch sich der moralischen Maximen bewusst ist und ihnen ohne Neigung folgt, spürt er den Quell einer [] damit verbundenen [] unveränderlichen Zufriedenheit.[17] Neigung ist blind und knechtisch, sie mag nun gutartig sein oder nicht.[17] Selbst das Mitleid scheint Kant dabei lästig, wenn es der Überlegung, was Pflicht sei, vorhergeht.

Ethik und Ästhetik

In der Kritik der Urteilskraft erklärte Kant die Schönheit in ihrer Wirkung auf das Subjekt und unterschied zwei Formen des Wohlgefallens. Das Wohlgefallen war erstens interesselos, also nicht in der Vorstellung der Existenz des schönen Gegenstandes begründet und zweitens auf ein Wohlgefallen der inneren Zweckmäßigkeit des schönen Gegenstandes bezogen, ohne damit eine praktische Absicht etwa im Gebrauch des Gegenstandes zu verbinden.

Das freie Geschmacksurteil ist nach Kant eine schöpferische Leistung des Rezipienten. Körner machte Schiller 1791 darauf aufmerksam, dass Kant Schönheit nur von der Wirkung auf das Subjekt beschreibe, die Unterschiede schöner und hässlicher Objekte hingegen nicht untersuche. Fast zwei Jahre später begann Schiller seine Antworten auf diese Fragen zu formulieren.[18] Als Gehaltsästhet definierte er die Schönheit auch als Produkt des Geistes in Form des Kunstschönen.

In einem Brief an Körner schrieb er 1792, den objektiven Begriff des Schönen, an welchem Kant verzweifelt, gefunden zu haben, schränkte diese Hoffnung später aber wieder ein.

Im ersten der Kallias-Briefe vom 25. Januar 1793 war für Schiller die Schwierigkeit, einen Begriff der Schönheit objektiv aufzustellen und ihn aus der Natur der Vernunft völlig a priori zu legitimieren [] fast unübersehbar. Schönheit wohne im Feld der Erscheinungen, wo kein Raum sei für platonische Ideen. Schönheit sei eine Eigenschaft der Dinge, der Erkenntnisgegenstände, und ein Ding ohne Eigenschaften sei unmöglich.[19]

Schiller formulierte hier auch seine berühmt gewordene Formel, Schönheit sei Freiheit in der Erscheinung.

In seiner philosophischen Abhandlung Über Anmut und Würde, der ersten großen Reaktion auf Kant, in der er seine Gedanken wenn auch rhapsodisch, nicht systematisch-deduktiv formulierte,[20] schrieb Schiller: In der Kantischen Moralphilosophie ist die Idee der Pflicht mit einer Härte vorgetragen, die alle Grazien davon zurückschreckt und einen schwachen Verstand leicht versuchen könnte, auf dem Wege einer finstern und mönchischen Asketik die moralische Vollkommenheit zu suchen. Wie sehr sich auch der große Weltweise gegen diese Mißdeutung zu verwahren suchte, [] so hat er [] doch selbst durch die strenge und grelle Entgegensetzung beider auf den Willen des Menschen wirkenden Prinzipien einen starken (obgleich bei seiner Absicht vielleicht kaum zu vermeidenden) Anlass dazu gegeben.[21]

Im Gegensatz zu Kant vertrat er das Ideal einer Moralität, das Neigung und Pflicht zu verbinden suchte. Diese Möglichkeit sah er im Bereich des Ästhetischen. Durch die Kunst sollten sich die geistigen und sinnlichen Kräfte harmonisch ausbilden. Die Ästhetik sei der Weg, über den der sinnliche Mensch vernünftig gemacht werde.[22]

In einer schönen Seele ist es also, wo Sinnlichkeit und Vernunft, Pflicht und Neigung harmonisieren, und Grazie ist ihr Ausdruck in der Erscheinung.[23]

Freiheit im Kantischen Sinne bedeutet für das Subjekt, frei von Fremdbestimmungen und sein eigener Gesetzgeber zu sein. Diese Selbstbestimmung nun erscheint für Schiller in der Autonomie des Kunstwerkes. In seiner Harmonie scheint es keinem äußeren Zweck, sondern nur seinen eigenen, inneren Gesetzen zu folgen. Während Kant das Schöne aus der Perspektive des betrachtenden Menschen bestimmt, konzentriert sich Schiller auch auf das Wesen des schönen Kunstgegenstandes.

Schiller wollte einen Schönheitsbegriff etablieren, der Natur und Vernunft, Sinnenwelt und moralische Welt vermittelte.[24] Schönheit sei ohne sinnliche Erscheinung unmöglich, das sinnliche Material die Kunst war aber nur dann schön, wenn es der Idee der Vernunft entsprach. Die Schönheit war daher als die Bürgerin zweier Welten anzusehen, deren einer sie durch Geburt, der anderen durch Adoption angehört; sie empfängt ihre Existenz von der sinnlichen Natur, und erlangt in der Vernunftwelt das Bürgerrecht.[25]

Um das Verhältnis zwischen Kant und Schiller zu verdeutlichen, wurde vielfach auf das berühmte Distichon Gewissensskrupel verwiesen: Gerne dien ich den Freunden, doch tu ich es leider mit Neigung / Und so wurmt es mir oft, dass ich nicht tugendhaft bin.[26]

Schiller betrachtete Kant hingegen nicht als Gegner, sondern als Bundesgenossen und wies selbst auf Missverständnisse der Lehren Kants hin. Vor allem das Zusammenspiel von rationalen und sinnlichen Elementen bewertete Schiller anders als Kant. Während Kant darin lediglich eine unter vielen Pflichten sah, schien es Schiller als wesentlich für die Tugend. Das Distichon spiegelt also Schillers Meinung über Kants Ethik nicht ernsthaft wider.[27]

Rezeption

Schillers Werke wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern begeistert aufgenommen, so beispielsweise im noch ungeeinten, unterdrückten Italien (vgl. Giuseppe Verdi) und im zaristischen Russland. Den einen galt Schiller als Dichter der Freiheit, den anderen als Verteidiger bürgerlicher Gesittung. Die sprachgewaltige Eingängigkeit seiner Verse und seine pointensicheren Bühnendialoge sorgten dafür, dass zahlreiche davon zu geflügelten Worten wurden. 1859 feierte man seinen 100. Geburtstag in ganz Europa, ja selbst in den USA. Der Verleger Johann Friedrich Cotta verkaufte bis 1867 insgesamt 2,4 Millionen Exemplare der Werkausgabe.

Das deutsche Bürgertum pflegte dann im 19. und auch im frühen 20. Jahrhundert einen sich mehr und mehr verdinglichenden Umgang mit Schillers Werken. Seitdem die Schulreformer des 19. Jahrhunderts sie in die Lesebücher gebracht hatten, lernte man seinen Schiller auswendig und benutzte ihn mehr als kulturelles Kapital, weniger um ihn als Künstler und Denker zur Kenntnis zu nehmen (vgl. Halbbildung). Geschätzt wurde er auch als Freiheitsdichter in der deutschen Arbeiterbewegung und in den Arbeiterbildungsvereinen.

Die Nationalsozialisten versuchten nach ihrer Machtübernahme zunächst, Schiller als in ihrem Sinne deutschen Dichter für sich zu vereinnahmen. 1941 wurde jedoch die Aufführung des Wilhelm Tell auf Befehl Hitlers verboten; auch Don Karlos wurde nicht mehr aufgeführt.

In der DDR bemühte man sich um die ideologische Integration Schillers. Dort galt er als fortschrittlicher Bürgerlicher, der den Kommunismus mit vorbereitet habe. Anlässlich seines 200. Geburtstages wurden 1959 aufwendige Feiern veranstaltet. Nicht das ganze Schillersche uvre erfreute sich allerdings der Wertschätzung des Regimes. Auch hier wurde das allzu freiheitliche Theaterstück Don Karlos (Geben Sie Gedankenfreiheit) bald nicht mehr aufgeführt. Die Rede Versuch über Schiller, die Thomas Mann zum 150. Todestag des Dichters im Mai 1955 (also kurz vor seinem eigenen Tod) in beiden Teilen des geteilten Deutschlands hielt, war eine Liebeserklärung an Schiller und zugleich ein Appell an die Deutschen, die aus den letzten beiden Kriegen scheinbar nichts gelernt hatten.

Im Schillerjahr 2005 wurde dann aber deutlich, dass sein Werk auch in der wiedervereinigten deutschen Republik eher kalendarisch als mit begeistertem Zuspruch gewürdigt wurde. Die schillerbezogene Literaturwissenschaft nahm zwar neuen Aufschwung, doch die Massenmedien handelten den Gedenktag in der Hauptsache biografisch ab. In öffentlichen Veranstaltungen zeitigten seine Texte allerdings durchaus noch Wirkung. Travestien oder aktualisierende Bearbeitungen dagegen taten sich schwerer. Die Originale waren nicht mehr bekannt genug. Der Typus des Bildungsbürgers, der mit Schillers Werken vertraut ist, kann bei Theaterpublikum und Leserschaft im 21. Jahrhundert nicht mehr vorausgesetzt werden.[28]

Schillerpreise

Folgende Schillerpreise wurden gestiftet:

  • Volks-Schillerpreis
  • Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg
  • Schillerpreis der Stadt Mannheim
  • Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar
  • Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank
  • Ehrengaben der Deutschen Schillerstiftung
  • Schiller-Preis des Deutschen Kulturwerks Europäischen Geistes
  • Grosser Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung
  • Schiller-Ring
  • Friedrich-von-Schiller-Preis (Berlin)

Siehe auch: Schiller-Preis

Deutsche Briefmarken und Münzen

Siehe auch

  • Schillerhaus, heute museal genutzte Häuser, in denen Schiller einmal lebte
  • Schiller-Nationalmuseum, Gedenkstätte für Friedrich Schiller und andere Dichter aus Schwaben
  • Deutsches Literaturarchiv Marbach, größtes deutsche Literaturarchiv in freier Trägerschaft
  • Schillergarten in Dresden, eine der ältesten Gastwirtschaften in Dresden-Blasewitz
  • Deutsche Schillergesellschaft, eine der größten literarischen Gesellschaften in Deutschland
  • Weimarer Schillerverein, juristisch selbständiger Tochterverein der Marbacher Deutschen Schillergesellschaft
  • Deutsche Schillerstiftung, älteste deutsche private Fördereinrichtung für Schriftsteller
  • Schweizerische Schillerstiftung, gemeinnützige Stiftung zur Förderung von Schriftstellern
  • Das Erhabene, philosophische Definition durch Friedrich Schiller
  • Schiller (Film), über die frühen Jahre Schillers
  • Johann Wolfgang von Goethe
  • Schillerroute
  • Schillerturm

Werke (Auswahl)

Dramatische Werke

  • Die Räuber (darin das Hektorlied) (1781)
  • Kabale und Liebe (1783)
  • Die Verschwörung des Fiesco zu Genua (1784)
  • Körners Vormittag (1787, szenischer Scherz, wohl zu Körners 31. Geburtstag aufgeführt)
  • Don Karlos (1787/88, heute meist Don Carlos)
  • Wallenstein-Trilogie (1799)
  • Maria Stuart (1800)
  • Die Jungfrau von Orléans (1801)
  • Die Braut von Messina (1803)
  • Wilhelm Tell (1803/04)
  • Die Huldigung der Künste (1804)
  • Demetrius (unvollendet, 1805)

Erzählprosa

  • Der Verbrecher aus verlorener Ehre (1786)
  • Der Geisterseher (Fragment)
  • Eine großmütige Handlung

Lyrik

  • An die Freude (1786)
  • Resignation (1786)
  • Die Götter Griechenlandes (erste Fassung 1788, zweite Fassung 1800)
  • Hektors Abschied (1790)
  • Das verschleierte Bild zu Sais (1795)
  • Der Spaziergang (1795)
  • Die Teilung der Erde (1795)
  • Der Taucher (1797)
  • Die Kraniche des Ibykus (1797)
  • Ritter Toggenburg (1797)
  • Der Handschuh (1797)
  • Der Gang nach dem Eisenhammer (1797)
  • Der Ring des Polykrates (1798)
  • Der Kampf mit dem Drachen (1798)
  • Die Bürgschaft (1798)
  • Das Lied von der Glocke (1799)
  • Nänie (1800)
  • Der Antritt des neuen Jahrhunderts (1800)
  • Das Siegesfest (1803)

Philosophische Schriften

  • Philosophie der Physiologie (1779)
  • Über den Zusammenhang der tierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen (1780)
  • Über das gegenwärtige deutsche Theater (1782)
  • Der Spaziergang unter den Linden (1782)
  • Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet (1784)
  • Philosophische Briefe (1786)
  • Über den Grund des Vergnügens an tragischen Gegenständen (1792)
  • Über die tragische Kunst (1792)
  • Augustenburger Briefe (1793)
  • Über Anmut und Würde (1793)
  • Kallias-Briefe (1793)
  • Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795)
  • Über naive und sentimentalische Dichtung (1795)
  • Über den Dilettantismus (1799; zusammen mit Johann Wolfgang von Goethe)
  • Über das Erhabene (1801)

Historische Werke

Übersetzungen und Nachdichtungen

  • Euripides: Iphigenie in Aulis
  • Euripides: Scenen aus den Phönizierinnen
  • William Shakespeare: Macbeth (1800)
  • Turandot (nach Carlo Gozzi, 1801)
  • Der Neffe als Onkel (Lustspiel nach Louis-Benoît Picard, 1803)
  • Der Parasit oder Die Kunst, sein Glück zu machen (Lustspiel nach Louis-Benoît Picard, 1803)
  • Racine: Phèdre (1805)
  • Denis Diderot: Jacques le fataliste et son maître, Teilübersetzung unter dem Titel: Merkwürdiges Beispiel einer weiblichen Rache (1785)

Herausgegebene Zeitschriften

  • Wirtembergisches Repertorium (1782-1783)
  • Thalia (ab 1784)
  • Die Horen (1795-1797)
  • Musenalmanach (1796-1800)

Vertonungen

Schillers Dramen und Gedichte haben zahlreiche Komponisten zur Vertonung teils im Original und teils in einer bearbeiteten Fassung angeregt. Hier eine Auswahl:

Literatur

Chronologisch

  • Ludwig Börne: Dramaturgische Blätter. Über den Charakter des Wilhelm Tell in Schillers Drama, 1828, in: Sämtliche Schriften. Band I. Düsseldorf 1964.
  • Friedrich August Eckstein: Rede, gehalten bei der Schulfeier von Schillers hundertjährigem Geburtstage, am 10. November 1859. Halle 1860. S. 3139. (Programm Halle Latina)
  • Hermann Fischer: Johann Christoph Friedrich Schiller in der Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB), Bd. 31, S. 215245
  • Ludwig Bellermann (Hrsg.): Schillers Werke in 14 Bänden. Kritisch durchgesehene und erläuterte Ausgabe, Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1895.
  • Gert Sautermeister: Idyllik und Dramatik im Werk Friedrich Schillers. Kohlhammer, Stuttgart 1971.
  • Friedrich Schiller. Eine Dokumentation in Bildern. Schiller-Nationalmuseum, Marbach 1979; Lizenzausgabe Insel, Frankfurt am Main.
  • Arnd Meusburger: Die bürgerlichen Ideale des 18. Jahrhunderts in Schillers Dramen 1780-1804. Dissertation, Universität Innsbruck 1985.
  • (Farbabbildung des Gemäldes in: Hans Joachim Bodenbach: Der Maler Lambert Sachs (1818-1903), Maler aus Mannheim und sein Werk, in: mannheimer hefte 1995/96, Mannheim 1996, S. 6082, hier S. 74.
  • Theobald Ziegler: Friedrich Schiller. Nachdruck, Schutterwald/Baden 1998, ISBN 978-3-928640-37-4.
  • Georg Ruppelt: Schiller im nationalsozialistischen Deutschland. Der Versuch einer Gleichschaltung, zugleich Dissertation, in der Reihe Metzler-Studienausgabe, Stuttgart: Metzler, 1978, ISBN 3-476-00410-4
  • Rostislav Danilevskij: Schiller in der russischen Literatur. Dresden University Press, 1998.
  • Anna Nalbandyan: Schillers Geschichtsauffassung und ihre Entwicklung in seinem klassischen Werk. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3517-6.
  • Peter-André Alt: Schiller. Leben Werk Zeit. 2 Bände. Verlag C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-45905-6 und ISBN 3-406-46225-1.
  • Hans Joachim Bodenbach: Ein Schiller-Porträt von unbekannter Hand, in: Mannheimer Geschichtsblätter, Neue Folge, Band 8, 2001, Mannheim 2002, S. 419424, mit 2 Abb.
  • Claudia Pilling: Friedrich Schiller. Biographie. Rowohlt, Reinbek 2002, ISBN 3-499-50600-9.
  • Rüdiger Safranski: Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus. Biographie. Hanser, München 2004, ISBN 3-446-20548-9 (auch Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft).
  • Sigrid Damm: Das Leben des Friedrich Schiller. Insel, Frankfurt 2004, ISBN 3-458-17220-3.
  • Jörg Aufenanger: Schiller und die zwei Schwestern. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004, ISBN 3-423-24446-1.
  • Georg Ruppelt: Hitler gegen Tell. Die Gleich- und Ausschaltung Friedrich Schillers im nationalsozialistischen Deutschland. In der Reihe Lesesaal. Kleine Spezialitäten aus der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Heft 20, Verlag Niemeyer, Hameln, 2005, ISBN 978-3-8271-8820-5, 3-8271-8820-2
  • Ders.: Hitler gegen Tell. Vor 200 Jahren wurde Schillers Wilhelm Tell uraufgeführt, vor 63 Jahren ließ Hitler ihn verbieten, Hannover 2004, auf mediaculture-online.de
  • Frank Druffner, Martin Schalhorn: Götterpläne und Mäusegeschäfte Schiller 1759-1805. Marbacher Katalog 58, Marbach 2005, ISBN 3-937384-11-1.
  • Rüdiger Safranski: Schiller als Philosoph Eine Anthologie. wjs-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-937989-08-0.
  • Günther Emig und Peter Staengle: Schiller in Heilbronn. 2005.
  • Der Regimentsmedicus Schiller Arzt, Autor, Fahnenflüchtiger. Hörbuch. Berlin 2005, ISBN 3-9810256-3-6.
  • Stephan Füssel: Schiller und seine Verleger. Insel Verlag, Frankfurt a. M. und Leipzig 2005, ISBN 3-458-17243-2.
  • Johannes Lehmann: Unser armer Schiller eine respektlose Annäherung. Biographie. Rowohlt, Reinbek 2005, ISBN 3-499-23270-7.
  • Thilo Dinkel, Günther Schweizer: Vorfahren und Familie des Dichters Friedrich Schiller. Eine genealogische Bestandsaufnahme. Südwestdeutsche Ahnenlisten und Ahnentafeln Bd. 4, Verein für Familien- und Wappenkunde in Württemberg und Baden e. V., Stuttgart 2005, ISBN 3-934464-08-4.
  • 22: 759. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Bd. 763, S. Johann Christoph Friedrich von Schiller
  • Wilfried Noetzel: Friedrich Schillers Philosophie der Lebenskunst. Zur Ästhetischen Erziehung als einem Projekt der Moderne. Turnshare, London 2006, ISBN 1-903343-91-7.
  • Olga Gronskaja: Friedrich Schillers Gedichte in russischen Übersetzungen. In: Friedrich Schiller: Die Größe der Welt. Regine Dehnel, Berlin 2007.
  • Norbert Oellers und Robert Steegers: Weimar. Literatur und Leben zur Zeit Goethes. Reclam, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-15-020182-4.
  • Walter Müller-Seidel: Friedrich Schiller und die Politik: Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe. C. H. Beck, München 2009. ISBN 978-3-406-57284-5.
  • Friedrich Dieckmann: Freiheit ist nur in dem Reich der Träume. Schillers Jahrhundertwende. Insel Verlag, Frankfurt am Main 2009. ISBN 978-3-458-17455-4.
  • Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft. München u. a., Hanser 2009. ISBN 978-3-446-23326-3.
  • Ferdinand Tönnies: Schiller als Zeitbürger und Politiker [Erstausgabe 1905], in Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 7, Walter de Gruyter, Berlin/New York 2009, S. 360, ISBN 978-3-11-015840-3 (s. a. Tönnies Aufsätze über Schiller S. 294321).

Weblinks

Wikisource: Friedrich Schiller  Quellen und Volltexte

Werke im Volltext

Anmerkungen

  1. Die deutsche Staatsangehörigkeit: Vergangenheit Gegenwart Zukunft, Ingo von Münch, De Gruyter Rechtswissenschaften, 2007, S. 187. Die Seite bei Google-Books.
  2. Wilfried Noetzel: Friedrich Schiller Philosoph und Mediziner. Internationale Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik 1/2009 (PDF, abgerufen am 16. August 2010)
  3. Spiegelberg sagt im 2. Aufzug, 3. Auftritt zu Razmann: zu einem Spitzbuben wills Grütz auch gehört dazu ein eignes Nationalgenie, ein gewisses, daß ich so sage, Spitzbubenklima, und da rat ich dir, reis du ins Graubündner Land, das ist das Athen der heutigen Gauner.
  4. Besser bekannt unter dem Titel der Veröffentlichung: Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet.
  5. Anna Maria Minna Jakobine (* 11. März 1762; 20. August 1843) und Johanna Dorothea Dora Stock (* 6. März 1759/1760; 30. Mai 1832)
  6. In einem Brief an Körner schrieb Schiller, dass Johann Christoph Bode ihn veranlassen wollte, der Freimaurerei beizutreten. Körner, der selbst Freimaurer war, riet ihm ab, da Bode ihn nur für den Illuminatenorden gewinnen wolle. Vgl. Lenning: Allgemeines Handbuch der Freimaurerei. Zweiter Band. Max Hesses Verlag. 1901. Noch im zehnten Brief zum Don Karlos schrieb Schiller 1787, dass er weder Illuminat noch Freimaurer sei. Schillers Urenkel Alexander von Gleichen-Rußwurm gab jedoch an, Wilhelm Heinrich Karl von Gleichen-Rußwurm habe den Schriftsteller der Rudolstädter Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen zugeführt. In ihr wurde übrigens auch Johann Gottlieb Fichte 1794 Mitglied, vgl. Internetloge.de. 1829 beklagten sich zwei Freimaurer aus Rudolstadt über die Auflösung der Loge mit den Hinweis darauf, dass in ihr sogar Schiller aufgenommen worden sei. Urkunden zu Schillers Mitgliedschaft sind hingegen nicht gefunden worden. Vgl. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. Herbig Verlag, 5. Auflage 2006, ISBN 978-3-7766-2478-6.
  7. Es handelt sich um den heutigen Schillergarten.
  8. Vgl. Wallensteins Lager, Ende des 5. Auftritts.
  9. Der Gasthof nennt sich heute Schillereck.
  10. So von August Wilhelm Schlegel. Vgl. hierzu Rüdiger Safranski, a. a. O., S. 58.
  11. Steffen Raßloff: Der kranke Dichter. Schiller und Erfurt. In: Thüringer Allgemeine vom 17. November 2012
  12. Vgl. hierzu Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft. München u. a., Hanser 2009, S. 8990.
  13. Rüdiger Safranski, Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft. München u. a., Hanser 2009, S. 14.
  14. Stiftung beendet Suche nach Schiller-Schädel, abgerufen am 2. Mai 2013
  15. Tafel 3: Schillers Verwandtschaft mit großen Schwaben (nach Faber, ergänzt durch Lauxmann)
  16. Kindlers: Neues Literatur-Lexikon. Bd. 14, Friedrich Schiller, Über Anmut und Würde, S. 941, Kindler, München 1991
  17. 17,0 17,1 Immanuel Kant, Kritik der praktischen Vernunft, Kritische Aufhebung der Antinomie, S. 247, Werke in zwölf Bänden, Band VII, Suhrkamp, Frankfurt 1974
  18. Matthias Luserke-Jaqui: Schiller-Handbuch. Leben Werk Wirkung. Kallias, oder über die Schönheit. Metzler, Stuttgart 2005, S. 385.
  19. Zit. nach: Matthias Luserke-Jaqui: Friedrich Schiller. Das essayistische Werk, 5.7. Kallias-Briefe und Über Anmut und Würde. A. Francke Verlag, Tübingen 2005, S. 245.
  20. Matthias Luserke-Jaqui: Friedrich Schiller. Das essayistische Werk, 5.7. Kallias-Briefe und Über Anmut und Würde. A. Francke Verlag, Tübingen 2005, S. 247.
  21. Friedrich Schiller: Über Anmut und Würde. S. 262, Sämtliche Werke, Band V, Philosophische Schriften, Vermischte Schriften, Deutscher Bücherbund, Stuttgart
  22. Volker Spierling: Kleine Geschichte der Philosophie. Neuzeit. Im Umkreis des Deutschen Idealismus. S. 151, Piper, München 2004
  23. Friedrich Schiller: Über Anmut und Würde. Sämtliche Werke, Band V, S. 265 Philosophische Schriften und Vermischte Schriften, Deutscher Bücherbund, Stuttgart
  24. Kindlers: Neues Literatur-Lexikon. Bd. 14, Friedrich Schiller, Über Anmut und Würde, S. 942, Kindler, München 1991
  25. Friedrich Schiller: Über Anmut und Würde. Sämtliche Werke, Band V, S. 240. Philosophische Schriften und Vermischte Schriften, Deutscher Bücherbund, Stuttgart
  26. Friedrich Schiller: Gedichte. Klassische Lyrik. Sämtliche Werke, Band III., S. 256. Gedichte, Erzählungen, Übersetzungen, Deutscher Bücherbund, Stuttgart
  27. L. W. Beck: Kants Kritik der praktischen Vernunft. S. 297, Anmerkungen, XII. Die Ästhetik der reinen praktischen Vernunft. Wilhelm Fink Verlag, München, 1974
  28. Literatursoziologisch interessant hat Eugen Rosenstock-Huessy darauf hingewiesen, dass im Zuge des sozialen Wandels nach jeweils etwa 130 Jahren ganze Kulturbestände aus dem Gedächtnis der neuen Generationen verschwinden können. Gemessen daran waren 2005 Schillers Texte immerhin einem Teil der deutschen Bildungseliten bemerkenswert nahe näher jedenfalls, als es den Zeitgenossen Schillers die damals ebenso weit zurückliegende, aber fast vergessene deutsche Barockliteratur gewesen war.
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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 09.07.2013 15:54:13

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