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Musiker

Joe Nay

geboren am 10.5.1934 in Berlin, Berlin, Deutschland

gestorben am 22.12.1990 in München, Bayern, Deutschland

Links www.deutsche-biographie.de (Deutsch)

Joe Nay

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Joe Nay (* 10. Mai 1934 in Berlin; † 22. Dezember 1990 in der Nähe von München) war ein deutscher Jazz-Musiker, Komponist und Schlagzeuger.

Leben und Wirken

Nachdem Nay am Berliner Konservatorium Gitarre studiert hatte, wurde er in Paris Schlagzeug-Schüler von Kenny Clarke. Zusammen mit dem Pianisten Jan Huydts und dem Bassisten Peter Trunk bildete er in den 1960er Jahren die Hausrhythmusgruppe im Berliner Jazzkeller Blue Note. Dieses Trio begleitete mit großem Erfolg amerikanische Stars wie Roland Kirk, Don Byas, Dexter Gordon und Johnny Griffin.

Weiterhin spielte er im Michael Naura-Quintett und entwickelte sich neben Hartwig Bartz, Ralf Hübner und Klaus Weiss zu einem der wichtigsten deutschen Jazz-Schlagzeuger. Michael Naura hat ihn als „perfekten Einheizer“ und als „Herzschlag des Quintetts“ apostrophiert.

Später spielte er mit Dusko Goykovich, Randy Brecker, Volker Kriegel und Jasper van’t Hof zusammen. Zu seinen Northern Lights am Ende der 1970er gehörten Johannes Faber, Andy Scherrer, Harry Pepl, Christoph Spendel und Adelhard Roidinger. In den achtziger Jahren leitete er die Gruppe Message, in der Musiker wie Harry Sokal und Paul Grabowsky spielten. Insgesamt hat er an über 80 LP- oder CD-Aufnahmen mitgewirkt.

Er starb an den Folgen eines Autounfalls.

Sein Sohn Sebastian Nay ist ebenfalls Jazz-Schlagzeuger und arbeitet unter anderem mit der Pianistin Tine Schneider zusammen.[1]

Aufnahmen unter eigenem Namen

  • Message (1986)

Aufnahmen als Begleitmusiker

  • Barbara Dennerlein: Be-Bab, 1985
  • Wilton Gaynair: Alpharian, 1982
  • Dusko Goykovich: It's About Blues Time, 1971
  • Dusko Goykovich: After Hours, 1971
  • Johnny Griffin: Body & Soul, 1990
  • Dick Heckstall-Smith: Live 1990, mit John Etheridge, Rainer Glas 1990
  • Jan Huydts: Trio Conception, 1963
  • Carmell Jones: Carmell Jones in Europe, 1969
  • Volker Kriegel: Mild Maniac, 1974
  • Volker Kriegel: Topical Harvest, 1975
  • Tete Montoliu: Body and Soul, 1971
  • Tete Montoliu: It's About Blues Time, 1971
  • Tete Montoliu: Recordando A Line, 1971
  • Michael Naura: Michael Naura Quintet, 1963
  • Michael Naura: Call, 1970
  • Michael Naura: Rainbow Runner, 1973
  • Fritz Pauer: Beat The Beat, 1966
  • Fritz Pauer & Joe Nay: The Rambler, 1966
  • Dieter Reith: Join Us, 1978
  • Annie Ross & Pony Poindexter: Annie Ross and Pony Poindexter, 1966
  • Kristian Schultze: Recreation, 1972
  • Peter Trunk: Sincerely P. T., 1973
  • Utopia: Utopia, 1973 (mit Jimmy Jackson, Kristian Schulze, Olaf Kübler, Lothar Meid und weiteren Amon Düül II-Musikern)

Literatur

  • Werner Burkhardt: 'Liner notes' zu Joe Nay: Message (1986)
  • Ian Carr u. a. Jazz Rough Guide Stuttgart 1999
  • Martin Kunzler: Nay, Joe. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 7 f. (Digitalisat).[2]
  • Martin Kunzler, in: Jazzlexikon. Reinbek 2002[2]
  • N. N.: „Joe Nay †“, Jazz Podium, Februar 1991, S. 55

Anmerkungen

  1. http://www.tineschneider-jazzpiano.com/TEMP/de/link4.html
  2. a b enthält falsches Todesdatum

Weblinks

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