Musikdatenbank

Musiker

Joe Pass

Joe Pass

geboren am 13.1.1929 in New Brunswick, NJ, USA

gestorben am 23.5.1994 in Los Angeles, CA, USA

Links www.guitarejazz.com (Französisch)

Joe Pass

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Joe Pass, eigentlich Joseph Anthony Passalaqua, (* 13. Januar 1929 in New Brunswick, New Jersey; † 23. Mai 1994 in Los Angeles, Kalifornien) war ein amerikanischer Jazz-Gitarrist.

Leben und Wirken

Joe Pass begann mit neun Jahren mit dem Gitarrenspiel. Bereits 1943 war er als Solist im Tony Pastor Orchestra aktiv; auch arbeitete er mit Charlie Barnet, bevor er zum Wehrdienst eingezogen wurde. Ende der 1940er Jahre zog er nach New York City, wo er Kontakt zur Bebop-Szene fand, aber auch mit Art Tatum und Coleman Hawkins jammte. Bis 1960 verstellten Drogenprobleme ihm eine Karriere. 1961 gelang ihm ein Durchbruch als Begleiter des Pianisten Arnold Ross. 1963 spielte er sein Debüt-Album Catch Me ein. In diesen Jahren arbeitete er mit Clare Fischer, Gerald Wilson, Les McCann und George Shearing (1965–1967) und begleitete Frank Sinatra. Die Liste der Musiker, mit denen er seit den 1970ern auf der Bühne stand oder im Studio arbeitete, umfasst Namen wie Ella Fitzgerald, Milt Jackson, Sarah Vaughan, Ray Brown, Stéphane Grappelli, Toots Thielemans oder Oscar Peterson.

Er war einer der prominentesten Vertreter der Jazzgitarre – sei es als Sideman oder als Solo-Interpret. Meilensteine in Pass' Karriere waren die Duette mit der Sängerin Ella Fitzgerald, die Maßstäbe für diese Besetzung setzten.

Anerkennung in der Jazz-Szene erarbeitete sich Pass vor allem mit der Interpretation von Bebop-Stücken. Diese spielte er meist alleine oder mit einer kleinen Rhythmusgruppe (meist bestehend aus Bass und Schlagzeug). Seine spezielle Technik ging unter dem Namen „Chordal Improvisation“ in die Jazz-Geschichte ein. Dabei fand Pass immer wieder einen Mittelweg zwischen dem Spielen des Themas und der Begleitung in einem. Zudem konnte er auszugsweise Basslinien in sein Spiel integrieren. Besonders zu erwähnen sind hier die Aufnahmen auf den Alben der Virtuoso-Serie (siehe Diskografie).

Diskografie (Auszug)

  • Joe Pass: For Django, BGO Records 1964
  • Joe Pass: Intercontinental MPS Records 1974, Aufzeichnung 1970
  • Joe Pass: Virtuoso, Pablo Records 1974, Aufzeichnung 1973
  • Joe Pass: Portraits of Duke Ellington, Pablo Rec. 1975, Aufzeichnung 1974
  • Joe Pass: Virtuoso #2 Pablo Records 1976, Aufzeichnung 1976
  • Joe Pass: Montreux ‘77 – Live, 1977
  • Joe Pass: Blues For Fred , 1988
  • Joe Pass, Ella Fitzgerald: Take Love Easy, 1973
  • Joe Pass, Ella Fitzgerald: Fitzgerald And Pass ... Again, 1976
  • Joe Pass, Ella Fitzgerald: Speak Love, 1982
  • Joe Pass: Virtuoso #4 Pablo Records 1983, Aufzeichnung 1973
  • Joe Pass, Oscar Peterson, Niels-Henning Ørsted Pedersen: The Good Life
  • Joe Pass, Oscar Peterson, Niels-Henning Ørsted Pedersen: The Trio
  • Joe Pass, Stéphane Grappelli, Niels-Henning Ørsted Pedersen: Tivoli Gardens
  • Joe Pass, Milt Jackson, Ray Brown: The Big 3
  • Joe Pass, One for my Baby, Pablo Records 1989 mit Plas Johnson (Tenor Sax), Gerald Wiggins (Piano, Orgel), Andy Simpkins (Bass), Tootie Heath (Drums)
  • Joe Pass, NDR-Bigband: Joe Pass in Hamburg, 1990
  • feat. Joe Pass: Carter, Gillespie, Inc. Pablo Records 1976, Aufzeichnung 1976

Sammlung

  • The Complete Pacific Jazz Joe Pass Quartet Session (1963–64), Mosaic Label 2001, 5 CDs

Publikationen

  • Jazz Guitar Solos (1971), GWYN Publishing Co.
  • Joe Pass Improvising Ideas (1994), Mel Bay Publications
  • Joe Pass Guitar Style, Alfred Publishing Co.
  • Joe Pass Chord Solos, Alfred Publishing Co.

Lexigrafische Hinweise

  • Wolf Kampmann (Hrsg.), unter Mitarbeit von Ekkehard Jost: Reclams Jazzlexikon. Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-010528-5.
  • Martin Kunzler: Jazz-Lexikon. Band 2: M–Z (= rororo-Sachbuch. Bd. 16513). 2. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-16513-9.

Weblinks

 Commons: Joe Pass – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 27.09.2018 19:03:02

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Joe Pass aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.