Purple Schulz

geboren am 25.9.1956 in Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Purple Schulz

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Rüdiger Purple Schulz (* 25. September 1956 in Köln) ist ein deutscher Popsänger und Songschreiber. Seine größten Erfolge hatte er in den 1980er Jahren mit Titeln wie Sehnsucht, Verliebte Jungs und Kleine Seen.

Leben

Schulz ist in Köln aufgewachsen. Seit den frühen 1990er Jahren lebt er mit seiner Frau Eri in Glessen im Kölner Umland. Das Paar hat drei Kinder.[1]

Musikerlaufbahn

Seinen Künstlernamen erhielt Schulz 1970 in Köln, da er bereits als 13-jähriger in einem Orgelgeschäft dem Verkäufer mit Interpretationen der Band Deep Purple auf die Nerven fiel. Sein Bühnendebüt hatte er am 31. März 1973 mit der Band Daccord. Während der Neuen Deutschen Welle war Schulz an dem Bandprojekt Neue Heimat beteiligt, deren erstes Album Die Härte 1982 erschien.

1983 veröffentlichten Schulz, Josef Piek, der Gitarrist von Neue Heimat, und der Schlagzeuger Dieter Hoff als Purple Schulz den Titel Sehnsucht, der ihr bis dahin größter Erfolg wurde und für den sie die Goldene Europa erhielten. Dieses Lied war im Frühjahr 1985 auch in anderen deutschsprachigen Ländern in deren Hitparaden gut platziert. Zahlreiche Fernsehauftritte und Tourneen bis Italien schlossen sich an. 1986 gehörte Purple Schulz neben den Toten Hosen, Rio Reiser, BAP, Herbert Grönemeyer und anderen zu den auftretenden Künstlern bei Deutschlands bis dahin größtem Festival, dem Konzert gegen den Bau der Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf. Nach den folgenden Alben Verliebte Jungs und Der Stand der Dinge verließ Dieter Hoff die Band Anfang 1987. Für die Alben Verliebte Jungs und Die Singles 1983-1992 erhielt Purple Schulz jeweils eine Goldene Schallplatte.

1989 und 1990 war Purple Schulz im Rahmen der Rockpoeten-Tour in der DDR unterwegs und sang dort auch seinen größten Hit Sehnsucht mit der Textzeile Ich will raus, der im Osten Deutschlands oft als Hymne der Ausreisewilligen bezeichnet wurde. Bis Anfang des neuen Jahrtausends spielte Purple Schulz zum überwiegenden Teil in den neuen Bundesländern.

1999 wirkten Purple Schulz und Josef Piek bei der Night of the Proms mit, wo sie die Songs Sehnsucht, Mit dem Rücken an der Wand und Kleine Seen spielten. Ab 2001 traten Schulz und Piek auch als Duo auf. Im Sommer 2004 organisierten Piek und Schulz dazu eine eigene Kleinkunstreihe im Kölner Theater im Bauturm. Gäste waren Pe Werner, Stoppok, Manfred Maurenbrecher, Ulla Meinecke, Jess Jochimsen, Die Halbe Wahrheit und Tommy Engel. Die ungewöhnlichen Kombinationen sorgten für so hohen Publikumsandrang, dass man sich entschloss, die Reihe 2006 wieder aufzunehmen, diesmal mit Gästen wie den Bläck Fööss, Wise Guys, dem Kölner Stimmenimitator und Talentproben-Moderator Linus und Heinz Rudolf Kunze.

Aus der Begegnung mit Kunze entstand ein Quartett, das als Gemeinsame Sache von 2007 bis 2010 etwa 150 Shows spielte. Wolfgang Stute und Schulz' langjähriger musikalischer Partner Josef Piek ergänzten die beiden Sänger an Cajon und Gitarre. Die vier Musiker entwickelten ein Programm aus Hits und teils vergessenen Songs und boten komödiantische Einlagen und Parodien. 2005 wirkten Schulz und Piek bei der Kölner Stunksitzung mit und verstärkten deren Hausband Köbes Underground. Einmal im Jahr unterstützten sie danach das Ensemble von Stunk unplugged auf dessen Tournee.

Zusammen mit seinem Sohn Ben Schulz nahm Purple Schulz 2008 die Single Wir haben alle was zu sagen auf.[2] 2011 trat er gemeinsam mit Tommy Engel in dessen Show Weihnachts-Engel auf. Im November 2011 beendeten Piek und Schulz ihre musikalische Zusammenarbeit. Im Oktober 2012 veröffentlichte Purple Schulz nach 15 Jahren sein erstes Studioalbum So und nicht anders, bei dem er erstmals auch als Produzent fungierte.

Diskografie (Alben)

[3]
  • Die Härte 1982 (als Neue Heimat)
  • Hautnah 1983 (als Neue Heimat, spätere Ausgaben auch als Purple Schulz und die Neue Heimat)
  • Verliebte Jungs 1985
  • Der Stand der Dinge 1987
  • ['tsvai] 1988
  • Purple Schulz 1990
  • haha 1992
  • Die Singles 84 92
  • Spaß beiseite? 1994
  • POP 1997
  • Sehnsucht (Die Balladen 1984-1999) 1999
  • Programmänderung 2003
  • Stunksitzung 2004/2005
  • So und nicht anders - 2012

Einzelnachweise

  1. Dennis Vlaminck: Glessen gibt ihm Kraft, in Kölner Stadt-Anzeiger, Rhein-Erft, vom 28./29. September 2013, S. 50 und Rundgang durch Glessen, Fotostrecke mit Purple Schulz
  2. Purple Schulz in hr3
  3. Chartquellen: / http://www.charts.de/suche.asp?search=purple+schulz&x=0&y=0&country=de&kategorie=single

Weblinks

Normdaten: Virtual International Authority File (VIAF): 87399164
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 26.01.2014 10:11:22

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