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Jazz Festival Willisau

Der amerikanische Saxofonist James Brandon Lewis wandelt in Willisau mit seinem Duopartner und Schlagzeuger Chad Taylor auf den Spuren des grossen John Coltrane und dessen Duo mit Rashied Ali.  - Foto: Jazz Festival Willisau Der amerikanische Saxofonist James Brandon Lewis wandelt in Willisau mit seinem Duopartner und Schlagzeuger Chad Taylor auf den Spuren des grossen John Coltrane und dessen Duo mit Rashied Ali. Foto: Jazz Festival Willisau

Vom 28. Juli bis 1. September 2019 ist in Willisau eine stilistische Vielfalt zu erwarten, welche die moderne Jazzfarbe optimal ergänzt.

Das traditionsreiche Jazzfestival im Luzerner Hinterland geht heuer in seine 45. Runde. Willisau stand lange für das Neue im Jazz und galt gleichzeitig als das Donaueschingen dieser Musiksparte. Es darf auf ein jazzkundiges und eingefleischtes Stammpublikum zählen. Aber auch Willisau bleibt es im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung nicht erspart, neue und auch jüngere Zuhörer anzusprechen. Auch im neuen Jahrtausend nimmt der zeitgenössische, experimentelle Jazz seinen Platz im Programm ein. Aber darum herum erklingt auf der Hauptbühne auch ein Jazz, der das grosse Publikum ansprechen kann. Dazu stossen Bandprojekte aus den Bereichen Singer-Songwriter, Indie, Pop und Weltmusik. Man geht mit der Zeit, holt sich attraktive Farbtupfer und bleibt modern – und dies stilübergreifend. Und trotzdem bleibt die ursprüngliche und traditionelle Idee des Festivals erhalten. Vielleicht nimmt da das Traditionsgebäck «Willisauer Ringli», das nach Jahrzehnten bezüglich Rezept, Geschmack und Aussehen ebenfalls gleich geblieben ist, einen gewissen Einfluss. In diesem Jahr treten Künstler und Bands wie Still Dreaming mit Joshua Redman, Ron Miles, Scott Colley und Dave King, The Great Harry Hillman, das Ala Fekra Project, Makaya McCraven, das Elio Amberg Quartet, das Gabriela Friedli Trio und das Duo James Brandon Lewis & Chad Taylor in Willisau auf den Festivalbühnen auf.

Details zum Festival

RSJ/GL, 01.07.2019